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 Gekko gecko 

Linnaeus  1758

1.0 Tokee

Tokeh - Tokee
Die in der Haltung relativ unkomplizierten Tokee gehören zu den sehr häufig gepflegten Geckos. Namengebend ist der Klang der Rufe der männlichen Tiere: to-kee.
Anfängern werden sie empfohlen, man sollte jedoch beachten, dass diese Tiere sehr laut werden können und mitunter auch aggressiv dem Pfleger gegenüber sind, insoweit ist Vorsicht beim Hantieren im Terrarium geboten.

Schutzstatus    - kein Schutzstatus

Beschreibung

Es gibt in dem recht großen Verbreitungsgebiet einige farblich unterschiedliche Lokalformen, aber mit dem Gekko gecko azhari nur eine bisher anerkannte Unterart.
Der Gekko gecko ist in der Grundfärbung taubengrau bis braungrau gefärbt und mit zahlreichen orangeroten und tiefblauen Flecken bedeckt.
Kleine vieleckige Schuppen schützen den mächtigen Kopf, walzenförmige Körnchenschuppen bedecken die Körperoberseite, in die Reihen von großen Höckerschuppen eingelagert sind. Die Unterseite ist hellgrau.

An den verbreiterten, krallenbewehrten Zehen und Finger sitzen quergestellte Haftlamellen.
Die Augen sind groß und fallen durch ihre senkrechten Pupillen wie bei allen dämmerungs- /nachtaktiven Geckoarten auf.
Die Männchen unterscheiden sich von den Weibchen durch eine winkelig angeordnete Reihe von 10 bis 24 Präanalporen. Vor allem bei Jungtieren ist der Schwanz weiß und etwas breiter dunkelblau gebändert.

Größe & Alter:

- Männchen bis zu 40 cm (meist ca. 35 cm) Gesamtlänge (KRL ca. 20 cm),
Weibchen bleiben etwas kleiner. Schwanz und Körper sind in etwa gleich lang.
- Bei guter, artgerechter Pflege können Tokee weit über 20 Jahre alt werden.

Lebensraum:

- von Nordostindien über Südostasien bis in den Westen Neuguineas
- in den tropischen Regenwäldern, aber auch in Gebäuden sowie in den Städten

Der nacht-/dämmerungsaktive Gekko gecko lebt auf Bäumen und Felsen des tropischen Regenwaldes und gilt als Kulturfolger, ist also sehr häufig in Ortschaften und Häusern zu finden, mit Vorliebe jedoch an alten Bäumen in den Siedlungen.
Häufig wird man ihn in den Nord- und. Südasiatischen Städten treffen, in näherer Entfernung zu Leuchtmitteln, denn Tokee wissen, dass Insekten die Nähe des Lichts suchen.


Terrarienhaltung

Vergesellschaftung:

- 1 Männchen auf 2-3 Weibchen
- Es sollten niemals 2 Männchen zusammen gehalten werden, da diese sich bekämpfen würden, zumindest würde das schwächere Tier so gestresst und unterdrückt, dass es bis zum Tod des schwächeren Männchens führen würde.
- Tokee sind wegen ihres territorialen Verhaltens am besten in artreinen Gehegen zu halten.

Maße:

Die empfehlenswerte Terrariengröße beträgt 120x60x120cm. (Die Mindesthöhe, welche bei baumbewohnenden Geckos die maßgebliche Rolle spielt, sollte 100 cm bei einem Pärchen sein, für jedes weitere Tier rechnet man 15 % hinzu)

Einrichtung:

- widerstandsfähige, kräftige Pflanzen, wie Croton, Sanseverien, Pothos c., Hoya etc.
- Ein Gemisch aus Blumenerde/Sand oder Rindenmulch als Bodengrund (erdfeucht halten)
- Kräftige Äste, Bambusröhren, Wurzeln, Kork und ähnliches

Temperaturen:

- tagsüber: ~30°C
- lokaler Sonnenplatz: ~40°C
- nachts: ~22°C

Luftfeuchtigkeit:

- tagsüber: ~65%
- nachts: ~85%

Futter:

- Grillen, Heimchen, Spinnen, Nachtfalter, Schaben, etc. aber auch gelegentlich nestjunge Mäuse (besonders für trächtige Weibchen)
- Es ist sehr wichtig, die Futtertiere vitaminreich zu ernähren, aber auch den Gekko regelmäßig ein Vitamin-Mineralien-Produkt zukommen zu lassen.


Zucht:

Mehrmals im Jahr kleben die Weibchen zwei hartschalige Eier bevorzugt an dunkle, warme Stellen. Da die Eier miteinander verklebt sind und auch fest an der Unterlage haften, kann man sie kaum in einen Brutapparat übertragen, sondern nur mit zu lösender Unterlage. Schutz kann durch einen kleinen Drahtkäfig erhalten werden. Die Weibchen verteidigen ihre Gelege und die später schlüpfenden Jungen.
Die Eier entwickeln sich bis zum Schlupf der 8 bis 10 cm langen Jungtiere innerhalb von 80-150 Tagen. Köhler gibt in seinem Buch „Inkubation von Reptilieneiern“ (Herpeton, Offenbach 2004) eine Inkubationsdauer von 60-80 Tagen bei 26°-30° an.

Mit etwa 9 – 12 Monaten sind die Tiere fast ausgewachsen und geschlechtsreif. Sie sollten aber nicht vor einem Lebensalter von mindestens 1 Jahr zusammengesetzt werden, um die Weibchen zu schonen.
Zitat Ingo Kober:
"Zur Geschlechtsreife: Frühreife Männchen rufen bei mir schon im Alter von sechs Monaten (klingt dann wie eine Gummitierimitation eines Tokehrufes), aber ich habe noch kein befruchtetes Ei von einem Weibchen gehabt, das jünger als 13 Monate war." (Quelle: DGHT)
Besonders interessant zu beobachten ist die 'Brutpflege' der Gekko, Gelege der eigenen Gruppe werden bewacht und die Jungtiere von den Weibchen versorgt.
„Es scheint, dass die Gruppenmitglieder einander am Geruch erkennen. Ein Jungtier, das etwa eine Woche von der Gruppe getrennt war, wurde sofort aufgefressen, obwohl sein Geschwistertier noch in der Gruppe verblieben war. Junge Männchen werden bis zur Geschlechtsreife in der Gruppe geduldet.“
(aus Henkel, F.W./Schmidt, W: Geckos – Haltung Biologie – Zucht; Stuttgart 2003, S. 89).

© by Alexander Herbst & Gabriele Lehmann 2007
Literatur
Pflichtlektüre für jeden Tokeh-Halter:
- Grossmann, Wolfgang: der Tokeh -Gekko gecko (NTV – Art für Art)
- Reptilia 36 (08/09-2002) Kober, Ingo: Tokehs im Terrarium: Besser als ihr Ruf
- Rösler, Herbert: Geckos der Welt; Leipzig/Jena/Berlin 1995)
- MANTHEY, U. & GROSSMANN, W.: Amphibien & Reptilien Südostasiens; Münster 1997

- Sauria 01/1979 ESCHMENT, J.: Nachzucht von Tokehs Gekko gecko
- Sauria 04/1987 GROSSMANN, W.: Über einen ungewöhnlich gefärbten Tokeh aus Thailand -
   ein Gekko gecko (LINNAEUS, 1758)
- Henkel/Schmidt: Geckos; Stuttgart 2003
- Nietzke, Günther: Die Terrarientiere 2; Atuttgart 1978

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