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Autor Thema: Haltungsbericht Phelsuma laticauda laticauda  (Gelesen 989 mal)
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ChristianD
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Geschlecht: Männlich
DGHT Mitglied: Ja
Beiträge: 872



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« am: 30. Mai 2006, 16:50:39 »

Kurzbeschreibung und Haltungsbericht zu Phelsuma laticauda laticauda

Der folgende Bericht soll einen kurzen Eindruck über diese wunderschönen Tiere vermitteln und dazu beitragen, dass der Pfleger lange Spaß und Freude an seinen Tieren hat. Mir geht es hier hauptsächlich um die Pflege im Terrarium, sowie Themen die damit verbunden sind, z.B. Beckengröße, Beleuchtung, Futter etc.
Der inhaltliche Rahmen eines solchen Beitrages beschränkt sich i.d.R. nur auf grundlegende Dinge. Er kann und soll das Studium weiterer Literatur nicht ersetzten.
Für sehr empfehlenswert halte ich das Buch von Hans Peter Berghof "Taggeckos - Die Gattung Phelsuma Pflege und Vermehrung", sowie „Der Goldstaub Taggecko“ von Peter Krause (aus dem die meisten Informationen dieses Beitrags stammen).

Beide Bücher können ganz bequem über unseren foreneigenen Büchershop
bezogen werden.

Auch im Internet lassen sich eine Vielzahl von Informationen rund um das Thema Phelsumen finden. Jedoch sind einige dieser Seiten nicht mehr aktuell und viele verbreiteten von Anfang an fehlerhafte oder gänzlich falsche Informationen.

Eine der besten und informativsten Internetseiten zum Thema Phelsumen ist die Homepage der „IG – Phelsuma“[/COLOR].



Beschreibung und Verbreitungsgebiet:

Wissenschaftlicher Name: Phelsuma laticauda laticauda (lateinisch „latus“ = breit ; „cauda“ = Schwanz)
Deutscher Trivialname: Goldstaub-Taggecko

Der Goldstaub Taggecko gehört mit maximal 130 mm Gesamtlänge zu den eher kleineren Phelsumenarten aber auch zu den farbenprächtigsten. Seinen deutschen Namen hat der Goldstaub-Taggecko seinen zahlreichen gelben Schuppen zu verdanken, welche sich im Nackenbereich und auf dem Schwanz befinden.

In freier Natur, bewohnt der Goldstaub-Taggecko u.a. den Norden Madagaskars.
Zu den bevorzugten Habitaten von Phelsuma laticauda laticauda zählen Laubwälder und Palmenhaine [Krause - Der Goldstaub Taggecko].
 

Gesetzliche Bestimmungen:

Phelsuma laticauda laticauda unterliegt der Artenschutzverordnung (WA II), ist jedoch aufgrund der häufigen und regelmäßigen Nachzuchten in Terrarienhaltung derzeit von der Meldepflicht befreit (gilt auch für Phelsuma madagascariensis grandis). Es empfiehlt sich aber dennoch auf einen Kaufbeleg über den legalen und regulären Erwerb zu bestehen.

(*weitere Informationen unten)


Vergesellschaftung:

Den Goldstaub-Taggecko hält man am besten paarweise.
Die Haltung mehrerer Männchen ist absolut unmöglich und führt in jedem Fall zu Beißereien untereinander und würde somit den Tod eines oder sogar beider Tiere bedeuten. Ebenso können mehrere geschlechtsreife Weibchen untereinander in Konflikte geraten, insbesondere dann, wenn noch ein Männchen mit im Becken sitzt.

Von daher empfiehlt es sich, wie bereits erwähnt, die Tiere paarweise unterzubringen.


Das Terrarium

Die Mindestgröße des Terrariums für ein Paar Phelsuma laticauda laticauda soll laut Gutachten über die
„Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien“  vom 10.01.1997,
40x40x60 cm L/B/H betragen.

Größere Becken sind natürlich erwünscht und meines Erachtens auch angebracht. Ich pflege meine Goldstaub-Taggeckos in einem Becken mit den Maßen 80x40x80 cm L/B/H. Dies hat einige Vorteile, welche ich im Folgenden nenne.
Zum einen – und das ist für mich der wichtigste Aspekt – haben die Tiere mehr Aktivitätsraum zur Verfügung, zum anderen lassen sich Beleuchtung/Beheizung und auch diverse Einrichtungsgegenstände wesentlich einfacher integrieren als in einem, wie oben genannten, kleineren Becken.  

Zu große Becken können allerdings den Nachteil haben, dass die Tiere eine größere Scheu an den Tag legen. Da wir aber alle an einer artgerechten Unterbringung und an einem natürlichen Verhalten unserer Pfleglinge interessiert sind, sollte dies also kein allzu großes Problem darstellen.

Entscheidend ist aber in jedem Fall (dies gilt übrigens für alle Phelsumenarten) die Höhe des Terrariums. Goldstaub-Taggeckos gelten als reine Baumbewohner und sind deswegen auch meistens in den oberen Regionen des Beckens zu finden. Ein zu niedriges Becken würde den Tieren ihren benötigten Aktivitätsraum vorenthalten und sie doch zu sehr in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken.


Beleuchtung und Beheizung

Zum Thema „richtige Beleuchtung“ gibt es unzählige Diskussionen mit verschiedensten Ansichten. Allerdings kann man auch bei Goldstaub-Taggeckos sagen, dass es ein zu viel an Licht nicht gibt.

Als Grundbeleuchtung verwende ich eine 18 W starke Leuchtstoffröhre mit UV-Anteil und eine 13 W starke T5 Röhre, welche beide direkt im Becken integriert sind. Allerdings halte ich eine oder sogar zwei weitere T5 Röhren durchaus für angebracht (wird demnächst auch definitiv noch eingebaut). Alternativ kann auch ein HQI/HCI Strahler verwendet werden, welcher dann allerdings außerhalb des Beckens montiert werden muss.

Um den Tieren eine zusätzliche Portion benötigtes UV-Licht zu bieten, empfiehlt es sich die Tiere im Sommer in so genannten „Gazeterrarien“  im Garten oder auf dem Balkon/der Terrasse zu halten. Durch diese Maßnahme frischen auch die Farben der Tiere wieder auf, welche in Terrarienhaltung teilweise doch stark verblassen können (jedoch nicht zwangsweise müssen).
Eine Bestrahlung mit der Osr*m Ultra Vitalux ist bei diesen flinken Kerlchen sehr schwierig. Lässt man die Lampe durch die Terrarienscheiben strahlen ist der Effekt gleich null, da Glas die UV-Strahlen nahezu restlos rausfiltert. Die Tiere für die Dauer der Bestrahlung jedes Mal aus dem Becken zu fangen, würde sowohl für die Tiere selbst, als auch für den Halter ein Übermaß an Stress bedeuten.

Zur Beheizung und Schaffung von Sonnenplätzen verwende ich zwei 40 W Spotstrahler. Hierdurch habe ich im oberen Beckenbereich die gewünschte Temperatur von ca. 28 - 30 °C mit einem Temperaturgefälle nach unten auf etwa 24°C.

Man kann allerdings nicht pauschal sagen, wie viele Spots man tatsächlich im Becken haben muss, um die gewünschten Temperaturen zu erreichen, sondern muss dies, je nach eigener Beckengröße, selbst testen. Die optimale Beleuchtungsdauer sollte im Sommerhalbjahr 14 Stunden, im Winterhalbjahr ca. 10 Stunden betragen. Desweiteren sollten in den Wintermonaten Spots mit niedrigerer Wattzahl verwendet werden, um einen leichten Temperaturrückgang zu erreichen.


Sonstige Technik im Terrarium

Neben der richtigen Beleuchtung, gibt es in einem Phelsumen-Terrarium weitere Technik auf die man meines Erachtens nicht verzichten sollte, wenn man den Tieren ein artgerechtes Mikroklima bieten möchte.

Während die Luftfeuchtigkeit (LF) tagsüber nicht besonders relevant ist, muss sie nachts hingegen auf mindestens 90 % ansteigen.
Dies erreicht man durch mehrmaliges Sprühen verteilt über den Tag und hauptsächlich abends, ca. 1 Stunde bevor die Beheizung/Beleuchtung abschaltet. Es ist hierbei zu beachten, dass immer nur soviel gesprüht werden darf, dass die Einrichtung nach kurzer Zeit wieder abtrocknet. Ein Versumpfen des Bodengrundes sollte vermieden werden, da hierdurch u.a. auch die Wurzeln der Pflanzen im Becken absterben können und somit die Terrarieneinrichtung nach kurzer Zeit nicht mehr besonders ansehnlich ist.

Da das Einsprühen per Hand  oftmals aus zeittechnischen Gründen nicht machbar ist, empfiehlt sich hier der Einsatz einer Beregnungsanlage und/oder eines Ultraschallverneblers.

Ich persönlich tendiere eher zu den Beregnungsanlagen als zu den Ultraschallverneblern. Die Funktionsweise dieser Vernebler klingt in der Theorie zwar sehr gut und einleuchtend, in der Praxis hingegen halten diese Geräte meiner Meinung nach nicht, was sie versprechen.

Sehr gute Erfahrungen habe ich hingegen mit der Beregnungsanlage gemacht. In Kombination mit einer digitalen Zeitschaltuhr und einem 5 Liter Kunststofftank, ist diese Variante eine sehr bequeme Alternative zum täglichen Einsprühen des Beckens per Hand.
Diese Beregnungsanlagen bestehen handelsüblich aus einer Membranpumpe, Kunststoffschläuchen, Kupplungsstücken und Düsen. Im gut sortierten Zoohandel erhält man diese Anlagen meist als Komplettsets, allerdings sei erwähnt, dass dies auch nicht ganz billig ist.

Der Einsatz dieser Anlage ist -wie bereits erwähnt- über eine digitale Zeitschaltuhr geregelt. Analoge Zeitschaltuhren eignen sich hierfür eigentlich gar nicht, da die kleinsten Intervalle die man einstellen kann, im Regelfall 15 Minuten betragen. Bei mir springt die Anlage mittels digitaler Zeitschaltuhr 3 mal täglich für jeweils 1 Minute an. Mit dieser Einteilung der Beregnung, habe ich bisher keine Probleme gehabt.

Wenn ich Zeit habe und gerade zu Hause bin, sprühe ich zusätzlich auch noch mal per Hand. Dies stellt ebenfalls keine Probleme dar.
Zur weiteren Technik gehören selbstverständlich ein Thermometer und ein Hygrometer. Im Handel sind auch Kombigeräte erhältlich. Optimalerweise greift man hier zu den digitalen Geräten, da diese genauer messen als die analogen.

Terrarieneinrichtung

Die Einrichtung des Beckens ist ein weiterer Schritt zur erfolgreichen Haltung von Phelsuma laticauda laticauda.

Als erstes überlegt man sich, ob man gegebenenfalls eine Rückwand ins Becken einbringen möchte. Mir persönlich gefällt es aus rein optischen Gründen sehr gut, da eine Rückwand zu einem natürlicheren Gesamtbild beiträgt.
Meine Rückwand besteht aus Naturkorkplatten, welche mit Aquariensilikon ins Terrarium geklebt wurden. Die Seitenteile des Beckens habe ich nur zum Teil mit Kork beklebt, da die Geckos an den glatten Glasscheiben doch besseren Halt finden als an dem unebenen Kork.
Wahlweise kann man auch Presskorkplatten nehmen oder sich eine Rückwand selbst aus Styropor und Fliesenkleber basteln. Würde ich mein Becken heute noch mal einrichten müssen, würde ich sehr wahrscheinlich die Styropor / Fliesenkleber Variante wählen.
Der Kork wird durch die hohe LF im Becken und das häufige Einsprühen doch recht schnell brüchig und kann unter Umständen nach längerer Zeit anfangen zu verrotten und unangenehm zu riechen.

Als Bodengrund, verwende ich ungedüngte Pflanzerde aus dem Baumarkt. Für mein Becken mit der Grundfläche von 80x40 cm und einem vorderen Glassteg von ca. 12 cm Höhe, habe ich ca. 30 Liter Erde eingefüllt. Die Erde soll deswegen ungedüngt sein, damit die Tiere beim Jagen nach Futtertieren, nicht versehentlich von der Erde mitfressen und dadurch krank werden oder im schlimmsten Fall sterben können.

Als nächstes besorgt man sich Bambusrohre mit verschiedenen Durchmessern (von ca. 30 mm bis ca. 60 mm Durchmesser). Eine dieser Stangen bringt man waagerecht im oberen Drittel des Beckens an. Direkt über diese Stange werden die Spotstrahler montiert, um so die zentralen Sonnenplätze zu schaffen.
Die anderen Bambusrohre werden senkrecht oder leicht schräg ins Becken integriert. Am schönsten wird es eigentlich immer, wenn nicht alles genau senkrecht nebeneinander steht, sondern wenn die Bambusrohre teilweise kreuz und quer übereinander liegen.

Diese Bambusrohre dienen nicht nur als Klettermöglichkeiten für die Tiere, sondern erfüllen gleichzeitig noch die Funktion des Eiablageplatzes. Deswegen muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Enden der Bambusrohre offen udn zugänglich sind.
Ebenfalls kann man zusätzlich noch einige verzweigte, dünne Kletteräste mit  einbringen um den Tieren zusätzlichen Bewegungsraum anzubieten.

Einen weiteren Punkt bei der Einrichtung nehmen die Pflanzen im Terrarium ein. Da Goldstaub-Taggeckos keine Pflanzenfresser im eigentlichen Sinne sind, können auch nahezu alle Pflanzen eingebracht werden (von Kakteen mal abgesehen). Mit ihrem geringen Gewicht, werden auch keine Pflanzen von den Tieren zerstört und wenn man für das nötige Klima sorgt, hat man lange Freude am heimischen Tropenwald.

Pflanzen, die sich bei mir gut bewährt haben, sind Efeututen (welche es in verschiedenen Arten gibt), Sansevierien, Zamioculcas Zamioculcas, Yuccapalmen und Bromelien. Ebenfalls kann man als Bodendecker noch Farne mit einbringen, welche ich allerdings wieder herausnahm, da sie für die Tiere keinen eigentlichen Nutzen hatten, beispielsweise als Kletterfläche und somit einfach nur Platz wegnahmen für andere Pflanzen.

Von den oben genannten Pflanzen befinden sich in meinem Becken je ein Exemplar, außer den Sansevierien, von welchen ich zwei Stück eingesetzt habe. Alle Pflanzen wurden direkt mit Kunststofftopf ins Becken gestellt und im Bodengrund eingegraben.
Dies hat den Vorteil, dass man die Pflanzen besser gießen kann und der Bodengrund dadurch nicht versumpft. Des Weiteren kann man die Pflanzen mittels Düngestäbchen (ACHTUNG – kein Flüssigdünger verwenden) direkt im Topf düngen, was zum optimalen Wachstum der Pflanzen beiträgt.


Ernährung

Adulte Goldstaub-Taggeckos, erhalten ca. 3 mal pro Woche Futter. Hierbei hat sich eine Verteilung von 2 mal tierisch und 1 mal 'pflanzlich' bewährt [Krause - Der Goldstaub-Taggecko].

Als Futtertiere kommen Heimchen und Grillen in entsprechender Größe in Frage.
Manchem soll es gelungen sein, seine Tiere per Pinzette zu füttern. Meine Tiere zeigten aber von Anfang an eine gewisse Scheu und flüchteten sofort, sobald man sich mit der Pinzette näherte.
Die Futtertiere direkt ins Terrarium zu geben, halte ich aber aus mehreren Gründen auch nicht für sinnvoll.

Zum einen wird es für die Geckos sehr schwer in einem großen und stark bepflanzten Becken die Futtertiere überhaupt zu finden. Zum anderen können die entwichenen Futtertiere sehr lange im Terrarium überleben und sich im ungünstigsten Fall sogar fortpflanzen. Was das für die Bepflanzung des Terrariums bedeuten würde, muss man -glaube ich- nicht weiter erläutern.

Um solche, wie oben beschriebenen Probleme zu umgehen, kann man die Futtertiere auch in ein Marmeladenglas o.ä. geben und dieses dann an eine der senkrechten Bambusstangen stellen. Damit die Futtertiere aus dem Glas nicht entweichen können, sollte dieses eine entsprechende Höhe aufweisen.

Die Geckos lernen erstaunlich schnell, welche Leckereien sich in dem Glas befinden und klettern nach anfänglichem Zögern, direkt in das Glas um sich die Futtertiere zu ergattern.

Die Futtertiere selbst, sollte man regelmäßig mit einem Vitamin-/Mineralstoffpräparat aufwerten.

Um den Geckos ein gewisses "Jagdverhalten" verschaffen zu können, kann man Fliegen ins Terrarium geben.
Ich selbst habe mir einen Zuchtansatz großer, flugunfähiger Essigfliegen (Drosophila hydei) besorgt und diese auch erfolgreich vermehrt. Die Fliegen haben, wie der Name schon sagt, keine oder nur stummelähnliche Flügel.
Sie weisen einen kaum nennenswerten Nährwert auf und können daher auch in größeren Mengen ins Terrarium gegeben werden. Da diese Fliegen sehr aktiv sind und im Becken herumkrabbeln, wird schnell der Jagdinstinkt der Phelsumen geweckt.

Zur pflanzlichen Nahrung gehören Bananen, Mangos, Maracuja und weitere süße Obstsorten.
Fruchtbrei, wie man ihn für Kleinkinder kaufen kann, wird ebenfalls sehr gerne genommen und sollte in der Ernährung der Tiere nicht fehlen.

Ab und zu schlecken die Tiere auch sehr gerne Honig, welchen man (genau wie den Fruchtbrei) in einem kleinen Schälchen anbietet. Da die Tiere in Terrarienhaltung aber schnell zu fett werden, sollte man hier lieber etwas "maßvoller" bei der Fütterung vorgehen.



Abschließende Bemerkung

Goldstaub-Taggeckos sind recht dankbare und unkomplizierte Terrarienpfleglinge welche mit den nötigen Vorkenntnissen, auch von Anfängern gehalten werden können.
Gerade Anfänger (und ich war ja selbst mal einer) neigen aber doch sehr stark dazu, die neuen Tiere, die man da im Becken sitzen hat, auch gelegentlich mal anzufassen. Davon kann ich bei Phelsuma laticauda laticauda (wie aber auch bei allen anderen Phelsumenarten) nur dringendst abraten.
Eine Haltung dieser Tiere beschränkt sich daher "nur" auf das Anschauen und nicht das Anfassen der Tiere.

Wem das genügt und wer -wie bereits erwähnt- bereit ist, sich die nötigen Vorkenntnisse durch Studium diverser Literatur oder noch besser, durch den direkten Kontakt zu einem erfahrenen Halter oder Züchter zu verschaffen, dem wird i.d.R. bei der erfolgreichen Haltung und Vermehrung dieser Tiere nichts im Wege stehen.

© 2007 Christian Di Giandomenico für Timo´s Reptilienforum


Zitat
*Informationen zu gesetzlichen Bestimmungen und Meldestellen

Alle Taggeckos der Gattung Phelsuma unterliegen dem Artenschutz und werden im  Anhang B der EG – Verordnung Nr. 338/97 eingeordnet. Im Anhang B werden Tiere eingeordnet, welche im WA (Washingtoner Artenschutzabkommen) – Anhang II gelistet sind.
Dies bedeutet, dass erworbene Tiere und Änderungen am Bestand durch z.B. Nachzuchten oder den Tod eines oder mehrerer Tiere der zuständigen Behörde gemeldet werden müssen. Hierzu ist es von besonderer Wichtigkeit, dass man vom Händler oder Züchter eine Bescheinigung über den regulären Erwerb der Tiere bekommt.

Zuständige Behörden bei denen geschützte Tierarten gemeldet werden*:

Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen: Regierungspräsidien
Nordrhein-Westfalen: Untere Landschaftsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte
Rheinland-Pfalz: Untere Landespflegebehörden der Kreise und kreisfreien Städte
Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein: Untere Naturschutzbehörden der Kreise und kreisfreien Städte
Niedersachsen: Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz  
Thüringen: Obere Naturschutzbehörden
Berlin: Bezirksämter
Bremen: Senator für Bau, Verkehr und Umwelt
Hamburg: Umweltbehörde (Naturschutzamt)

*diese Informationen stammen von der Homepage der DGHT

Vielen lieben Dank an Gabi@Le für´s Korrekturlesen und ihre hilfreiche Unterstützung.
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Uromastyx geyri
Boa constrictor imperator - Ecuador
Thamnophis radix "nebraska albino"
Thamnophis sirtalis infernalis
Thamnophis sirtalis concinnus
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« Antworten #1 am: 24. März 2007, 13:31:24 »

*hello,
im Namen des Moderatorenteams, aber auch der interessierten User
ein ganz dickes Danke schön  danke für diesen
interessanten und vor allem fundierten Haltungsbericht zur Phelsuma laticauda.

Schade, dass du uns diesen so lange vorenthalten hast,
aber was lange gährt, wird endlich gut (oder so  *breit grins )...
Echt super geworden,
dankende Grüße,
G.
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Wir müssen lernen, unsere Grenzen in der rechten Ordnung geduldig zu überwinden.
Durchbrecht die Beschränktheit eures Denkens, und ihr zerbrecht damit auch die Fesseln.

(Richard Bach)
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Beiträge: 799



« Antworten #2 am: 24. März 2007, 14:17:44 »

*wow ein sehr guter Beitrag!
Oh Mist ich bekomme schon wieder Lust ein neues Terrarium anzuschaffen!  *Yes
Dabei muss ich doch erstmal die finanziellen Folgen des Letzten ausbügeln. *breit grins

 danke  MfG Jumper
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