Hi

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dachte das könnte euch interessieren, hier ist der erste Teil der Doku
1.Die Planung:
Die Planung ist der wichtigste Schritt, wenn man sich dazu entschlossen hat ein Terrarium zu bauen. Auch hier hilft mal wieder ein Werk von Gunther K. Doch verlangt diese Größenordnung ein wenig mehr Individualität.
Der Raum:
Die Wahl des Raumes war sehr einfach. Wir hatten noch einen ungenutzten Partykeller von dem wir geräumige 14m² entbehren konnten. Der Vorteil dieses Standortes ist, dass der Heizungskeller nur eine Wand weiter ist, und die Waschküche zwei, so dass wir hier Warmwasser für das Wasserbecken mit dazugehörigem Ablauf, als auch einen Anschluss für einen Heizkörper haben. Die Abtrennung erfolgt durch eine Leichtbauwand wie sie im Innenausbau üblich ist. Wie bei den „kleinen“ Terrarien ist es notwendig für eine ausreichende Lüftung zu sorgen.
Das ist der Raum, die Leichtbauwand erstreckt sich ungefähr von der Mitte des Klaviers gerade rüber zum Ende des Schrankes.

Das Klima:
Viele Leute behaupten. für Leguane komme auch die „Wohnzimmer-Haltung“ in Frage, doch dem muss man ganz klar widersprechen. Sie benötigen eine Tagestemp. von 30°-35°, die nachts auf 25° absinken sollte. Die RLF muss tagsüber 60%-80% und nachts >90% betragen. Eine Beregnungsanlage darf nicht fehlen, da nur so Regenzeiten simuliert werden können, die für das Wohlbefinden und den natürlichen Rhythmus (Paarung...) sehr wichtig ist. Für die notwendige Temperatur sollte man auf die Zentralheizung zurückgreifen, elektrische Energie wäre einfach zu teuer.
Die Elektronik:
Da Leguane in den gleichen Lichtverhältnissen, abgesehen von mehr Schatten im Dickicht, wie unsere Bartagamen leben, kann man sich hier voll und ganz nach den Empfehlungen für eben diese richten. Für unsere Anlage entschieden wir uns für ; 1x HQI 400W, 1x HQI 70W, 3x T5 80W, 4x100W Infrarot Spots und einen Extra-Anschluss für die Vitalux.
Das Schwierigste bei der Beleuchtung ist nur dafür zu sorgen, dass die Beleuchtung durch die andauernde Feuchtigkeit keinen Schaden nimmt. Auch sollten alle Kabel, Spots und HQI so installiert werden, dass die Leguane auf gar keinen Fall zu nah an sie herankommen. Im Gegensatz zu unseren Bartis brauchen Leguane sehr lange, um Temperaturschwankungen wahrzunehmen, sie hätten schon etliche Verbrennungen bevor sie merken, dass sie an einem Spot sitzen. Wir überlassen diese Aufgabe lieber dem „Installateur unseres Vertrauens“, der zwar kein Terrarianer ist, aber eine Kapazität im Bereich der Beleuchtung.
Da auch für Dämmerungsphasen und die Beregnungsanlage Zeitschaltuhren von Nöten sind, sei noch gesagt, dass alle Geräte über Steckdosen betrieben werden müssen. (Wenn es interessiert, die täglichen Stromkosten für das Terrarium beziehen sich dann auf 1,55€ , macht 563,71€ im Jahr.)
Das Wasserbecken:
Das nasse Element hat für diese Bewohner der Tropen eine große Bedeutung, sie sind exzellente Schwimmer und Taucher und können zwischen 20 und 40 Minuten unter Wasser bleiben. Wir greifen hier auf eine alte Duschwanne zurück, die den Tieren zumindest genug Platz für ein kleines Bad bietet. Da wir diese mehr oder weniger von unserem Installateur gesponsort bekommen, bin ich nicht in der Lage die genauen Maße anzugeben, aber sie ist ungefähr 90x90x20 groß.
Das Substrat:
Das Substrat ist bei Leguanen weniger wichtig als bei Bartagamen. Theoretisch könnten sie auch einfach auf Fliesenboden oder Zeitungspapier leben, doch wollten wir einerseits nicht nur schöne Tiere, sondern auch ein schönes Terrarium, als auch ein einfach zu haltendes Klima. Für Leguane eignet sich grober Mulch, Kokosfaser (Brickets), aber auch zahlreiche Produkte aus dem Fachhandel. Die Substratwahl hängt in erster Linie von der Antwort auf folgende Fragen ab :
Schimmelt das Material ?
Wie leicht kann ich Kot finden und entfernen ?
Bleibt das Substrat auch bei feuchter Hitze relativ trocken oder versumpft das ganze ?
Enthält es Stoffe, die vielleicht schädlich für die Tiere sind ?
Lässt es sich einfach ersetzen ?
Bleibt es u.U. an den Tieren oder der Nahrung hängen ?
Besteht keine (große) Gefahr beim Verschlucken ?
Am besten eignet sich unserer Meinung nach Kiefernrinde aus dem Kompostwerk, (das wir auch persl. besucht haben,) hier kostet der Kubikmeter 25€ und er wurde schon gelagert, d.h. er staubt nicht, und hat auch einen Großteil seiner Gerbsäuren verloren. Wir nehmen auch das Angebot wahr, tropische weiße Asseln anzusiedeln, die uns die Arbeit im Bezug auf Entsorgung von Futter- oder Pflanzenresten etwas erleichtern.
Hier ein kleiner Schimmeltest mit Kiefernrinde in unserem Heizungskeller. Unter der Folie herrscht ein feuchtes Klima bei c.a. 25° , daneben nochmal das trockene Substrat.

Die Dämmung:
Das überlassen wir lieber den Profis, Fakt ist nur, wir brauchen eine absolut dichte Dampfsperre und eine gute Hinterlüftung, um massiven Schimmelbefall zu vermeiden. Damit die Feuchtigkeit auch nicht austreten kann, wird der Boden wahrscheinlich mit Van*** ausgekleidet, man benutzt das in der Regel im Sanitärbereich, um Duschen o.Ä. hundertprozentig undurchlässig zu machen.
Die Bepflanzung:
Im Gegensatz zu vielen anderen Haltern, wobei „viele“ hier relativ zu sehen ist., haben wir uns entschlossen, echte Pflanzen wenigstens zu probieren. Hier liegt unser Augenmerk vor allem auf schnell wachsenden Palmen, die allerdings nicht weniger robust sein sollten. Ob diese auch giftig sein dürfen, da scheiden sich die Geister, aber wir wollen ruhig schlafen und verwenden nur ungiftige Exemplare. Besonders geeignet sind Yuccas und Areca Palmen, die wir schon jetzt gekauft haben, so dass, wenn es nicht klappt, wir uns wenigstens nicht ärgern müssen, viel Geld für große Pflanzen ausgegeben zu haben.
Wird fortgesetzt

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